Was ist "schweres" Asthma?

Bei Asthma spricht man von den drei Schweregraden „leicht“, „mittelgradig“ und „schwer“. Schätzungsweise 3,6 % der Betroffenen leiden unter „schwerem Asthma“.

Die Einteilung der Asthma-Schweregrade richtet sich nach der Therapie, die erforderlich ist, um die Beschwerden eines Patienten unter Kontrolle zu halten. Gemäß GINA (Global Initiative for Asthma) gilt nach aktuellem Stand folgendes Vorgehen zur Einstufung des Schweregrads:

Bei Betroffenen, die trotz maximaler inhalativer Triple-Therapie mit ICS (inhalativen Corticosteroiden), LABA (langwirksame bronchienerweiternde Medikamente) und ggf. LAMA (langwirksame Muskarinrezeptor-Antagonisten) keine gute Asthma-Kontrolle erreichen können, soll zunächst die Diagnose Asthma überprüft werden. Dazu ist der Besuch beim Lungenfacharzt unumgänglich.

Ist die Diagnose gesichert, soll zunächst von „schwierigem Asthma“ gesprochen werden.

Es wird nun überprüft

  1. ob der Patient/die Patientin die korrekte Inhalationstechnik beherrscht und regelmäßig anwendet,
  2. ob vermeidbare Asthmatrigger ausgeschaltet wurden und
  3. ob weitere Erkrankungen, die das Asthma negativ beeinflussen, leitliniengerecht behandelt werden.

Wenn die genannten Punkte alle zutreffen, soll nach GINA von „schweren Asthma“ gesprochen werden. In diesen Fällen müssen alternative Therapiemethoden in Betracht gezogen werden, die ausschließlich von Pneumologen angeboten und durchgeführt werden.

Was bedeutet „unkontrolliertes Asthma“?

Ob eine gute Asthma-Kontrolle vorliegt, richtet sich wesentlich nach der Einschätzung der Betroffenen. Experten haben vier Kriterien festgelegt, anhand derer eine Selbsteinschätzung zuverlässig und einfach möglich ist (siehe auch unser Asthma-Test).

Hat ein erwachsener Betroffener nachts keine Asthma-Symptome, fühlt sich tagsüber nicht in seinen Aktivitäten eingeschränkt, leider er oder sie tagsüber höchstens zweimal pro Woche an Asthma-Symptomen und ist die Anwendung der Bedarfsmedikation höchstens einmal pro Woche notwendig – dann spricht man von einer guten Asthma-Kontrolle.

Treffen ein oder mehrere Punkte nicht zu, muss davon ausgegangen werden, dass ein (teilweise) unkontrolliertes Asthma vorliegt. Treten außerdem häufig Asthma-Anfälle auf, ist dies ein weiterer Indikator für ein unkontrolliertes Asthma.

Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Asthma nicht gut kontrolliert ist? Dann suchen Sie bitte schnellstmöglich einen Lungenfacharzt auf, um untersuchen zu lassen, ob andere Behandlungsmethoden für Ihr Asthma infrage kommen.

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Kontrolltest

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