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Aktive Mitarbeit

Ihre Mitarbeit ist entscheidend

Was Sie selbst zu einer erfolgreichen Behandlung beitragen können

Das A und O in der Asthma-Therapie ist, dass Sie das mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Ärztin besprochene Behandlungsschema mit der entsprechend verordneten Medikation zuverlässig anwenden und umsetzen. Setzen Sie keins Ihrer verordneten Medikamente eigenmächtig ab, denn die für Sie gewählte Kombination ist nur gemeinsam wirksam gegen die dauerhaften und akuten Symptome Ihrer Erkrankung.

Von immenser Bedeutung ist die korrekte Inhalation. Die richtige Anwendung Ihres Inhalationssystems ist Bedingung dafür, dass eine wirksame Konzentration des Wirkstoffes in die Bronchien gelangt. Lassen Sie sich die Inhalier-Technik für Ihr Medikament vom Behandlungsteam zeigen und nutzen Sie Ihre Praxisbesuche, um Ihre Technik überprüfen zu lassen, denn auch bei routinierter Anwendung können sich Fehler einschleichen.

Ebenso wichtig ist es, dass Sie sich intensiv über Ihre Erkrankung informieren und sich auf diese Weise selbst zum Experten für Ihr Asthma machen. Wenn Sie wissen, welche Auslöser zu einer Verschlechterung (Exazerbation) Ihres Asthmas führen, was bei Anfällen und Exazerbationen in Ihrem Körper vor sich geht und wie Sie reagieren können; wenn Ihnen die Wirkweise Ihrer Medikamente bekannt ist und Sie sicher in deren Anwendung sind, dann macht Sie das zu einem wichtigen und wertvollen „Sparringspartner“ Ihres Pneumologen, um gemeinsam die bestmögliche Behandlung Ihrer Beschwerden zu erzielen.

Fragen Sie Ihren Lungenfacharzt, wenn Sie Informationen brauchen und wenn Sie wissen möchten, wie Sie auf akute oder schleichende Entwicklungen in Ihrem gesundheitlichen Zustand am besten reagieren sollen. Nehmen Sie an einer Asthma-Schulung teil! Falls Ihre letzte Schulung bereits viele Jahre zurückliegen sollte, nehmen Sie erneut teil, um Ihre Kenntnisse auf den neuesten Stand zu bringen und aufzufrischen.

Ihr Pneumologe berät Sie gern. Weiterführende Informationen bieten außerdem viele Seiten im Internet, die von Organisationen wie z.B. der Deutschen Atemwegsliga oder dem Allergie- und Asthmabund angeboten werden. In unserer Linksammlung finden Sie einige davon.

Peak-flow-Messungen

Peak-flow-Messungen kann jede/r von Asthma Betroffene selbst regelmäßig durchführen. Dazu wird ein Peak-flow-Meter, ein kleines Messgerät, benötigt, das die maximale Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft während der Ausatmung misst, sozusagen eine Lungenfunktionsmessung im Taschenformat. Bei Ihrem Pneumologen oder in einer Asthma-Schulung können Sie die Handhabung erlernen. Messen Sie eine Zeit lang regelmäßig – z.B. morgens und abends – Ihre Werte und notieren Sie diese in einem Peak-flow-Tagebuch. So gewinnen Sie einen Eindruck von Ihren Bestwerten und erkennen selbst, wann Abweichungen nach unten oder auch nach oben stattfinden. Die Auswertung hilft Ihrem Lungenfacharzt bei der Einschätzung Ihrer Asthma-Kontrolle, da die Werte Aufschluss über die Weitung Ihrer Atemwege geben.

Ist Ihr Peak-flow-Wert plötzlich sehr niedrig oder fällt immer mehr ab, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren behandelnden Arzt! Die fallenden Werte deuten auf eine Verengung der Atemwege und somit auf eine drohende Exazerbation hin.

Asthma-Trigger meiden

Sie wissen selbst am besten, welche äußeren Einflüsse und Reize Ihre Asthma-Beschwerden verschlimmern und es ist ganz selbstverständlich, dass Sie diese Reize nach Möglichkeit meiden sollten.

Vielen Auslösern kann man aus dem Weg gehen, auch wenn dies manchmal mit einigem Aufwand oder Veränderungen einhergeht. Denken Sie stets daran, dass Ihre Gesundheit Ihr höchstes Gut und die Mühe wert ist!

Ist Ihr Asthma allergisch bedingt? Dann versuchen Sie, die auslösenden Allergene (Tierhaare, Pollen…) bestmöglich zu meiden. Zahlreiche Tipps dazu bietet beispielsweise der Allergie- und Asthmabund.

Rauchen Sie nicht und versuchen Sie, Passivrauchen zu vermeiden.

Manche Asthma-Patienten reagieren empfindlich auf Medikamente, die als Asthma-Trigger wirken können, eines der bekanntesten ist z.B. Aspirin. Finden Sie mit Ihrem Hausarzt verträgliche Alternativen.

Bekämpfen Sie Schimmel in der Wohnung sofort und intensiv, versuchen Sie bei wiederkehrendem Schimmelbefall, die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung zu verringern.

Meiden Sie als Auslöser bekannte Schadstoffe, überprüfen Sie, ob Sie in Ihrer Arbeitsumgebung Reiz- oder Schadstoffen ausgesetzt sind, die Ihre Beschwerden verschlimmern. In diesem Fall kann unter Umständen ein Arbeitsplatz- oder gar Arbeitgeberwechsel notwendig sein.

Atemübungen und fachgerecht angeleiteter Lungensport

Erlernen Sie bestimmte Übungen, die Ihnen im Fall von Atemnot und akuten Anfällen hilfreich sein können. Dazu gehören beispielsweise die sogenannte Lippenbremse und der Kutschersitz. Bewusst langsames Einatmen mit anschließendem kurzem Anhalten der Luft kann helfen, die Atemwege zu erweitern.

Die Kombination dieser drei Grundelemente ist ein wesentlicher Bestandteil der Selbsthilfe in Situationen akuter Luftnot. 

Darüber hinaus gibt es spezielle Lungensportangebote, denn gerade bei schwerem Asthma und stark eingeschränkter Aktivität im Alltag ist von Spezialisten angeleiteter, auf die Bedürfnisse Betroffener ausgerichteter Sport sehr wichtig. Regelmäßiges Training steigert die Lebensqualität erheblich durch den Gewinn an Belastbarkeit und Muskelkraft.

Hilfreiche Links zum Lungensport finden Sie in unserer Linksammlung. Auch Ihr Behandlungsteam kann Ihnen Informationen zu solchen Sportangeboten in Ihrer Nähe geben.